Positionspapier Ethik, Recht & Soziologie
Anders als andere Umweltmedien wie Luft, Sonnenenergie oder Wasser befindet sich Boden fast immer in Eigentumeigentumsverhältnissen. Dadurch ergibt sich potentiell ein Konflikt zwischen dem Erhalt von Boden als Gemeingut und dem Anliegen einer Ertragsmaximierung von Boden als Produktionsfaktor. Dieses Projekt verhandelt soziologische, rechtliche, und ethische Perspektiven und entwickelt aufbauend auf einer multiperspektivischen Reflexion zukunftsgerichtete Handlungsanweisen.
Ansprechpartner
Anna Henkel, Johannes Wallacher
Zielsetzung / Vision
Die soziologische, rechtliche und ethische Reflektion von Zielkonflikten im Kontext Boden und Eigentum, sowie Boden und Werte. Als übergeordneter Zielkonflikt wird vom Widerspruch zwischen dem Erhalt von Boden als Gemeingut (als Lebensgrundlage etc.) und der Nutzung von Boden als Produktionsfkator (zur kurzfristigen Ertragsmaximierung etc.) ausgegangen. Ein wesentlicher Ausgangspunkt für Zielkonflikte im Zusammenhang mit dem Eigentum an Boden begründet sich in der Multifunktionalität von Boden sowie der nochmal vielfältigeren Nutzbarkeit von Fläche.
Im Fokus stehen drei Probleme: steigender Bodenverbrauch, fehlende Priorisierung unterschiedlicher Anliegen und privatisierte Zugriffe auf Boden. Ergänzend geht es um das Verständnis und die Bewertung von Boden, Wissenslücken sowie die Verteilung von Verantwortung für Bodengesundheit im Kontext sozialer und systemischer Faktoren.
Methode
Interdisziplinäre Reflektion, davon ausgehend Handlungsweisungen.
Was ist das geplante Ergebnis?
Innerhalb des Panels werden Fragen erarbeitet, wie z.B:
welche Probleme/Herausforderungen bezüglich „Eigentum an Boden“ stellen sich aus der je eigenen Perspektive dar?
Welche Vorschläge gibt es für die Verbesserung der Situation des Bodens?
Diese Fragen werden individuell bearbeitet und bei einem nächsten Paneltreffen diskutiert. Während dem Soil Summit 2026 soll auch die Möglichkeit gegeben sein, die Diskussion für andere Panels zu öffnen und so weiter Perspektiven einzubeziehen.
Geplant ist dann die Erarbeitung eines gemeinsamen Impulspapiers Frühjahr 2027.
Wer soll erreicht werden?
Ziel der Diskussion ist die Identifikation von Problemen und Herausforderungen und die Erarbeitung konkreter Vorschläge zur Verbesserung der Situation des Bodens. Dazu können Rechtsinstrumente gehören, Kommunikation, Bildung und Umsetzungsvorschläge.
Wie ist das Forum Nantesbuch beteiligt?
Das transdisziplinäre Netzwerk des Forum Nantesbuch hat das Projekt mit unterschiedlichen fachlichen Perspektiven begleitet und dazu beigetragen, die Inhalte fachlich präzise und zugleich allgemein verständlich zu formulieren.